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Leitfaden1 Min. Lesezeit

Vom Ortstermin zum strukturierten Gutachten

Wie aus Beobachtungen, Fotos und Messwerten eine belastbare Fallstruktur entsteht – ohne die fachliche Entscheidung aus der Hand zu geben.

Feine Linien verdichten sich auf dunklem Carbon zu einer klaren Dokumentstruktur.

Ein gutes Gutachten beginnt nicht beim Schreiben. Es beginnt in dem Moment, in dem eine Beobachtung erfasst und in ihren fachlichen Zusammenhang eingeordnet wird.

Der Fall braucht eine belastbare Grundstruktur

Fotos, Diktate, Messwerte und Notizen sind zunächst einzelne Belege. Erst die Verbindung mit Ort, Bauteil, Zeitpunkt und Fragestellung macht daraus verwertbare Falldaten. Diese Zuordnung sollte möglichst direkt am Ortstermin entstehen.

Vom Material zur fachlichen Aussage

Eine strukturierte Arbeitsumgebung kann wiederkehrende Sortier- und Formulierungsarbeit übernehmen. Sie darf dabei Feststellung, Interpretation und Schlussfolgerung nicht unbemerkt vermischen. Die fachliche Entscheidung muss sichtbar prüfbar bleiben.

Ein sinnvoller Prüfpfad
EbeneLeitfrageErgebnis
ErfassungWas liegt tatsächlich vor?Beleg
EinordnungWozu gehört der Beleg?Feststellung
BewertungWas folgt fachlich daraus?Schlussfolgerung

Freigabe ist ein eigener Arbeitsschritt

Entwürfe sollten als Entwürfe erkennbar sein. Eine klare Freigabe schafft die Grenze zwischen maschineller Unterstützung und der Aussage, für die der Sachverständige fachlich einsteht.

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